Geschichte der Marken und Mythologie

Die antike Mythologie findet sich noch heute in Umgangssprache und Markennamen.

Vor allem die griechische und die römische Mythologie sind in heutiger Umgangssprache und auch bei den Markennamen omnipräsent. Die griechen personifizierten Naturgewalten und unerklärliche Ereignisse in der Natur zu einer bildhaften Götterwelt.

Diese Gottheiten und überirdischen Wesen wurden nun wieder menschliche Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen zugeschrieben. Grundsätzlich gingen die Menschen damals (Griechenland 2000 - 700 v.Chr.) davon aus, dass die Götter Ihnen wohlgesinnt wären. Allerdings konnte man sich nach den Vorstellungen in der Antike sehr wohl den Zorn der Götter aufladen, wenn man zum Beispiel zu sehr nach Reichtum und Anerkennung strebte, insbesondere in Form von zügelloser Arroganz und Hochmut.

So fand nach den Vorstellungen der Griechen des Altertums eine ständige Interaktion zwischen Menschen, Natur und Gottheiten statt, insbesondere auch den Gottheiten untereinander.

Die Welt der griechischen Mythologie wurde von den Römern fast vollständig übernommen. Die Götter erhielten zwar neue Namen (folgl. Liste griechischer und römischer Götter), behielten aber im Wesentlichen Ihre Eigenschaften.

Da die antiken Hochkulturen Roms und Griechenlands das heutige Europa und dessen Kultur maßgeblich geprägt und vorbereitet haben, verwundert es nicht, dass die griechische und römische Mythologie noch heute in der Umgangssprache und der Geschäftswelt anzutreffen ist.

So benennt sich bspw. ein erfolgreicher italienische Fussballverein Juventus Turin. Dies ist eine Anlehnung an die Göttin der Jugend Juventas (röm. und griechisch Hebe). Hier sollte mit Sicherheit eine Assoziation zum jugendlichen Elan hergestellt werden - auch wenn Juve heute als "die alte Dame" bezeichnet wird.

Unternehmen machen sich mit den eigenen Markennamen die mit den Gottheiten verbundenen Eigenschaften zu nutzen. So ist einer der bekanntesten Sportartikelhersteller und Produzent von Sportschuhen die amerikanische Firma Nike. Nike wiederum war die griechische Göttin des Sieges (röm. Name Victoria). Sogar die Flügel der Göttin hat Nike übernommen, es ist das grafische Markenzeichen der Firma (Swoosh).

Der römische Name der Siegesgötting - Victoria statt Nike - findet sich beispielsweise häufig im Markennamen von Versicherungsunternehmen und Finanzdienstleistern wieder. Es ist klar, dass damit auf Attribute wie Stärke, Erfolg und Sieg angespielt wird.

Ein Versanddienstleister nennt sich passenderweise Hermes Versand, nach dem Gott des Marktes, Handels und Götterboten Hermes (röm. Merkur). Die römische Bezeichnung Merkur findet sich im Namen der Hanse Merkur Versicherung wieder.

Der Autohersteller Volkswagen hat mit seinem Cabrio Eos auf die griechische Göttin der Morgenröte zurückgegriffen (röm. Aurora). Ein passender Bezug zu einem Auto, in dem man ohne Dach Sonnenauf- und Untergang beobachten kann.

Auch die Modebezeichnung Zerealien für Nahrungsmittel aus Getreide und Feldfrüchten kommt nicht von ungefähr. Hier findet sich die römische Göttin Ceres wieder (griech. Demeter) - die Göttin der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus und Getreides.

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